Der Preisträger der artthuer 2010 ist Timm Kregel

Ein Höhepunkt der artthuer 2012 – Kunstmesse Thüringen war am Samstag die mit großer Spannung erwartete Vergabe des „Kunstpreises zur artthuer“. Der Preis wird von der SV SparkassenVersicherung ausgelobt und ist mit 5.000 Euro dotiert.

In Würdigung des Künstlerischen Gesamtwerkes wurde Timm Kregel mit diesem Kunstpreis – ein gemeinsamer Preis des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur und der SV SparkassenVersicherung – ausgezeichnet. Übergeben wurde der Preis durch Prof. Dr. Roland Merten, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (stellvertretend für Minister Christoph Matschie) gemeinsam mit dem Vorstand der SV SparkassenVersicherung Dr. Michael Völter.

Die Jury – Erik Buchholz (Künstler aus Gera, Preisträger der artthuer 2008), Prof. Dagmar Demming (Künstlerin und Leiterin des Fachgebietes Kunst an der Universität Erfurt), Susanne Hinsching (Leiterin des Kunsthauses Meyenburg in Nordhausen), Dr. Rolf Luhn (Leiter SV Kulturförderung / ART-regio der SV SparkassenVersicherung) und Prof. Dr. Kai Uwe Schierz (Direktor der Kunsthalle Erfurt) – gab dazu folgende Begründung:

„Die Wahl der fünf Jurorinnen und Juroren, die unter den ausstellenden Künstlerinnen und Künstlern einen Preisträger der Kunstmesse artthuer 2010 zu bestimmen hatten, fiel sehr deutlich auf den in Gorsleben bei Bad Frankenhausen arbeitenden Timm Kregel.

Timm Kregel arbeitet seit Jahren kontinuierlich in traditionellen Genres der bildenden Kunst wie der Zeichnung, der Druckgrafik und der Skulptur. Als ein Markenzeichen des 1957 in Leipzig geborenen Künstlers kann die sensible Bearbeitung von Holz gelten, sei es als Holzdruck oder als Holzskulptur. Dabei nahm er die sich im Holz konkret abzeichnenden Wachstumsprozesse auf und verallgemeinerte sie, indem er Formen erfand, die in zahlreichen Variationen auf Knospendes, Emporstrebendes und sich Verzweigendes verweisen. Angeregt durch ein Künstlersymposium in der Eisen-Gießerei Wurzbach, wandte sich Kregel in neuerer Zeit dem Metallguss zu. Diese Technik bestimmt auch die Werke, die er auf der diesjährigen Messe artthuer präsentiert. Es handelt sich um Aluminiumgüsse. Timm Kregel bevorzugt nun Assoziationen, die aus der Spannung zwischen Gewachsenem und Gebautem resultieren. Er führt gleichsam eine Konstruktion vor, die sich nahe an den ursprünglichen organischen Prozessen orientiert, jedoch seine im Holz erprobte Formensprache nicht einfach in die neue Technik und das neue Material überführt. Vielmehr beweist er auch hier seine ausgeprägte Sensibilität für die genuine ästhetische Wirkung bestimmter Materialien. Die Metallgüsse imitieren bzw. reproduzieren die Holzskulpturen nicht, sondern suchen formale Äquivalenzen, die dem Metall entsprechen.

Mit den nunmehr präsentierten Aluminiumgüssen setzt Timm Kregel einen seit vielen Jahren kontinuierlich beschrittenen Weg fort, auf dem er die eigenen Formvorstellungen an den Bedingungen der jeweils verwendeten Bearbeitungsmethoden und -materialien ausrichtet, sie dabei verändert und entwickelt. Sein bis heute entstandenes Werk ist Ausdruck dieser beharrlichen künstlerischen Bemühungen. Auch diese Beharrlichkeit soll mit der Vergabe des Preises anerkannt werden.”

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Preisträger-Mappe erstmalig zur artthuer 2010

Eine Mappe zum Sammeln für Einsteiger, Liebhaber und Kenner.

Erstmalig erscheint zur diesjährigen artthuer eine Preisträger-Mappe.
Sie vereint Grafiken und Fotografien aller bisherigen mit dem Kunstpreis zur artthuer ausgezeichneten Künstler. Lesen Sie mehr .....

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Pressetext artthuer 2010

Die artthuer hat sich seit ihrer Gründung 1998 als größte Kunstmesse Mitteldeutschlands etabliert. Ihr Konzept, als Produzentenmesse eine Plattform für die Vernetzung von Künstlern, Kuratoren, Galeristen und Auftraggebern zu bieten, hat sich erfolgreich bewährt. Sie ermöglicht zugleich einen umfassenden Einblick in die Thüringer Kunstlandschaft.

Eingereicht wurden auch in diesem Jahr über 160 Bewerbungen, damit hat sich das überaus große Interesse von 2008 erneut bestätigt. Teilnehmen werden 131 Künstler, die an 120 Ständen vertreten sind. An drei Tagen haben die Besucher die Möglichkeit, in der Thüringenhalle an den Künstlerständen in ganz besonderer Atmosphäre Kunst zu kaufen und mit den Künstlern direkt ins Gespräch zu kommen, dies gilt auch für die Stände der Messe-Edition, des Merchandising und der Video-Lounge.

Das bekannte Repertoire, das von Malerei, Grafik, Skulptur über Fotografie, Objekte aus Keramik, Metall, Glas, Holz und Schmuck bis zu Installation reicht, wird in diesem Jahr um das Medium Video erweitert. Damit reagiert die Messe auf die zunehmende Anzahl der Videokünstler auch in Thüringen. In der Video-Lounge zeigen neun Künstler ihre Arbeiten aus den Bereichen Animations- und Spielfilm sowie Videoinstallation. Es finden an allen drei Messetagen Vorträge zum Thema Video-Kunst statt.

Das Motto der diesjährigen artthuer lautet: „Kunst sammeln – Originale kaufen“. Damit soll ganz explizit die Bedeutung des Kunstsammelns in den Fokus der Messe gerückt werden. Das spiegelt sich nicht nur in der Messe-Edition wider, wo das Sammeln in all seinen Erscheinungsformen thematisiert wird, sondern ebenso in der Gesprächsrunde, zu der Kunstsammler eingeladen sind, die über Erfahrungen beim Kauf von Kunstwerken und über Motive für das Anlegen einer eigenen Kunstsammlung sprechen. Exklusiv wird dieses Mal eine Preisträger-Mappe erscheinen, die Blätter der bisherigen Preisträger des Kunstpreises, vergeben seit der artthuer 2000, vereint.

Am Freitag wird die Kunstmesse vom Schirmherrn Matthias Machnig, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie feierlich eröffnet. Die Video-Musik-Performance „Farbfelder“ von Thomas Offhaus (Konzept, Gitarre, elektronische Klangerzeuger, Theremin, Video) und Johannes Gräbner (Kontrabass, Saxophon) bildet den künstlerischen Rahmen der Eröffnung.

Der Freitag steht bei der artthuer 2010 ganz im Zeichen der Familie: Inhaber des Erfurter Familienpasses haben die Möglichkeit, zu einem ermäßigten Preis die Messe zu besuchen. Es finden Führungen für Kinder und Eltern statt, der Kinderanimationsfilm „Die neue Waschmaschine“ von Winfried Bellmann wird in der Video-Lounge zu sehen sein.

Die neue Publikation des Verbandes Bildender Künstler Thüringen e.V. „Kunstpfade – Entdeckungen in der Thüringer Kunstlandschaft“ wird von Hendrik Neukirchner (Autor) und Ulrich Fischer (Fotograf) vorgestellt, die Moderation hat Frau Dr. Angelika Steinmetz-Oppelland (Jena) übernommen.

Ein weiterer Höhepunkt wird am Samstag die immer mit großer Spannung erwartete Vergabe des „Kunstpreises zur artthuer“ sein. Der Preis wird von der SV SparkassenVersicherung ausgelobt und ist mit 5.000 Euro dotiert. Übergeben wird der Preis durch den Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Christoph Matschie gemeinsam mit dem Vorstand der SV SparkassenVersicherung Dr. Michael Völter.

Den Samstagabend wird passend zum Messe-Motto eine vom Soziologen und Künstler Jan Kage (Berlin) moderierte Gesprächsrunde zum Thema „Die Leidenschaft des Sammelns“ mit drei Kunstsammlern beschließen.

An fünf Informationsständen stellen in diesem Jahr die Bauhaus-Universität Weimar, die Universität Erfurt Fachbereich Kunst, die Landesarbeitsgemeinschaft Jugendkunstschulen, der Verein zur Erhaltung der Geraer Höhler e.V. und der NEKST e.V. – Kunsthaus Meiningen sich und ihre Aktivitäten im Bereich Kunst vor. Führungen durch die Messe, Performances und Aktionen werden das Programm der Kunstmesse ebenfalls wieder an allen drei Tagen bereichern.

(Pressetext, Stand 20.10.2010)

Ankündigung artthuer 2010

Die artthuer – Thüringer Kunstmesse

…ist konzipiert als eine alle zwei Jahre stattfindende und von Künstlern für Künstler organisierte regionale Messe der zeitgenössischen freien und angewandten Kunst. Der Verband Bildender Künstler Thüringen e.V. veranstaltet diese seit 1998, und konnte damit für die bildenden Künstler des Landes ein Podium der Kommunikation und des Verkaufs schaffen.

Als Produzentenmesse einmalig in den neuen Bundesländern bis 2002, folgten ihrem Beispiel ähnliche Messen in Potsdam und Merseburg. War der Schwerpunkt der ersten Thüringer Kunstmesse noch die Kontaktbörse, so steht heute der Verkauf von Kunst im Vordergrund.

Von 92 Ausstellern und 3.000 Besuchern der ersten Kunstmesse hat sie sich bis 2008 zu einem Forum mit 135 Ausstellern und 6.000 Besuchern aus ganz Deutschland entwickelt. Als Regionalmesse konnte sie sich in den 10 Jahren ihrer Existenz einen festen Platz in der Thüringer Kulturlandschaft erobern und strahlt weit über die Landesgrenzen hinaus.

2010 wird die Thüringer Kunstmesse vom 5. bis 7. November stattfinden.

Die artthuer 2010 steht wieder unter der Schirmherrschaft des Thüringer Ministers für Wirtschaft, Technologie und Arbeit.

artthuer ist eine Veranstaltung des Verbandes Bildender Künstler Thüringen

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